Torturmkabarett
Ein Bericht von Reinhold Mücke Frenetischer   Beifall   für   die   Leistungen   der   Darsteller   brandete   am   Ende   der   Premierenvorstellung   bei   der   16. Auflage   des   Allersberger   Torturmkabaretts   auf.   Groß   war   der   Spaß,   den   die   Kabarettisten   ihrem   restlos begeisterten Publikum in dem schnucklig kleinen Veranstaltungsraum boten. Vor   allem   die   im   Ort   gesammelten   Problemchen   und   Gegebenheiten   waren   es,   die mit   viel   Witz   garniert   den   Besuchern   der   Premierenvorstellung   geboten   wurden.   So ließen    die    glänzend    aufgelegten    Torturmschauspieler    wieder    einmal    kein    Auge trocken.    Eine    Pointe    jagte    die    nächste    bei    den    verschiedenen    Parodien    auf Allersberger   Ereignisse,   die   sowohl   die   Lacher   als   auch   den   höchst   verdienten Applaus auslösten. Kein    Wunder,    dass    sich    auch    Landrat    Herbert    Eckstein    köstlich    bei    der    Premiere    amüsierte.    Ebenso Bürgermeister   Bernhard   Böckeler   –   auch   wenn   dieser   in   dem   gut   zweieinhalbstündigen   Programm   reichlich gescholten   wurde.   „Eine   tolle   und   sympathische   Kabarettgruppe“,   lobte   er   die   13   Darsteller.   „Der   Torturm steckt   voller   Leben,   auch   wenn   wir   den   meisten   Stoff   selbst   geliefert   haben“,   sagte   der   Bürgermeister, nachdem er so manches Mal das Fett abbekommen hatte. „So   oder   so   ist   das   Leben“,   heißt   das   diesjährige   Programm,   das   der   seit   21   Jahren   amtierende   Vorsitzende des   Kultur-   und   Verschönerungsvereins,   Hartmut   Lehmann,   und   sein   Dutzend   Mitstreiter   auf   die   Beine gestellt   haben.   Alle   Texte,   ohne   Ausnahme,   stammen   aus   der   eigenen   Feder.   Da   ist   der   Besucher   richtig   baff, was   den   Torturmkabarettisten   das   Jahr   über   alles   auf-   und   einfällt   und   worüber   sie   ihre   kleine   Geschichtchen schreiben, die es allesamt in sich haben. „Seien   sie   locker,   damit   wir   an   ihre   Herzen   herankommen“,   riet   Lehmann   –   von   Ingrid   Graßl   als   Herz   und Motor   der   Kabarettgruppe   bezeichnet   –   in   seiner   Begrüßung.   Und   dann   ging   es   auch   gleich   zur   Sache:   Wie beispielsweise   Gaby   Hofmeier   als   Frau   Wiedemann,   die   in   der   großen   und   auch   in   der   kleinen   Politik   wieder jede   Menge   Fettnäpfe   gefunden   hat,   und   daraus   ihre   eigenen   Schlüsse   zieht.   Oder   der   Brandschutz   im Torturm,   den   sich   Gerhard   Schöll   und   Michaela   Heim   zum   Thema   ihres   Vortrags   machen.   „Sagt   mal,   wer zündet   unsern   Torturm   an,   wenn   man   ihn   auch   einfach   umfahren   kann“,   parodieren   Florian   Graßl,   Hartmut Lehmann    und    Gerhard    Schöll    in    Begleitung    von    Stefan    Schmitzer    am    Klavier    mit    der    Melodie    eines Gassenhauers,   der   die   Besucher   zum   Mitklatschen   hinreißt.   Und   auch   James   Blond   0815   (Gerhard   Schöll)   und sein   Blondgirl   Gilardi   112   (Gabi   Paur)   wollen   Allersberg   retten   von   den   Plaudertaschen   im   Marktgemeinderat und ihrem Chef B.B., der mittlerweile auf den Hund gekommen ist. Begeisternd     ist     auch     Michaela     Heims     tiefsinnige     Lebensbetrachtung     mit     der Schlussfolgerung,   dass   das   Leben   einfach   schön   ist.   Oder   der   Bi-Ba-Bachelor   Werner Nixdorf,   bei   dem   plötzlich   der   Text   weg   ist,   weil   ihm   die   Frauen   zu   Füßen   liegen.   Die junge   Anja   Schöll   glänzt   sowohl   in   ihren   Träumen   einer   Fußballspielerfrau   als   auch   bei ihren   übrigen   Auftritten.   Mit   „wie   es   kommt   im   Leben,   so   kommt   es“,   empfehlen   Ingrid und Florian Graßl allen, optimistisch zu bleiben und immer gut drauf zu sein. Einzigartig   auch   wieder   der   Auftritt   von   Rudi   Mang,   der   Betrachtungen   über   die   Saurier   im   früheren   Jurameer im   Landkreis   Roth   anstellt   und   mit   der   erotischsten   Stimme   Allersbergs   seine   ihm   eigenen   Gedanken   zu   dem Schlager   Marina,   Marina   erklingen   lässt.   Die   großartige   Gabi   Paur   besingt   zusammen   mit   Hartmut   Lehmann den   grün   werdenden   Kreisel   an   der   Autobahn   mit   My-fair-Lady-Melodien.   Und   Gaby   Hofmeier   zusammen   mit Florian Graßl setzen das alternde Liebespaar Romeo und Julia in die heutige Zeit um. Natürlich   sind   auch   die   beiden   Berliner   Schnauzen   Maxi   und   Charlotte,   dargestellt von   Gerhard   Schöll   und   Michaela   Heim,   wieder   mit   von   der   Partie   mit   ihren Betrachtungen        zum        125-jährigen        Bestehen        des        Kultur-        und Verschönerungsvereins.    Bastian    Pogats    macht    nicht    nur    als    Beleuchter    mit, sondern   stellt   auch   sein   unerkanntes   Talent   in   den   Vordergrund,   ehe   noch   Ingrid Graßls   unerwähnte   Liebe   zum   Müllmann   thematisiert   wird.   Insgesamt   setzt   das Torturmkabarett    auch    in    diesem    Jahr    exzellente    Akzente,    einen    weiteren Höhepunkt     mit     dem     neuen     Programm     und     ist     aus     der     Allersberger Kulturlandschaft einfach nicht mehr wegzudenken. Zur Bildergalerie
„Wer zündet unsern Torturm an, wenn man ihn auch umfahren kann“, fragen Gerhard Schöll, Florian Graßl und Hartmut Lehmann. Anja Schöll und Gehard Schöll Das Torturmkabarett 2014 Home Home Vorstandschaft Vorstandschaft Impressum Impressum
Kultur- und Verschönerungsverein Allersberg e.V.
Torturmkabarett
Ein Bericht von Reinhold Mücke Frenetischer   Beifall   für   die   Leistungen   der   Darsteller   brandete   am   Ende   der Premierenvorstellung       bei       der       16.       Auflage       des       Allersberger Torturmkabaretts   auf.   Groß   war   der   Spaß,   den   die   Kabarettisten   ihrem restlos       begeisterten       Publikum       in       dem       schnucklig       kleinen Veranstaltungsraum boten. Vor   allem   die   im   Ort   gesammelten   Problemchen und   Gegebenheiten   waren   es,   die   mit   viel   Witz garniert             den             Besuchern             der Premierenvorstellung   geboten   wurden.   So   ließen die    glänzend    aufgelegten    Torturmschauspieler wieder   einmal   kein   Auge   trocken.   Eine   Pointe jagte     die     nächste     bei     den     verschiedenen Parodien   auf   Allersberger   Ereignisse,   die   sowohl die Lacher als auch den höchst verdienten Applaus auslösten. Kein   Wunder,   dass   sich   auch   Landrat   Herbert   Eckstein   köstlich   bei   der Premiere    amüsierte.    Ebenso    Bürgermeister    Bernhard    Böckeler    –    auch wenn    dieser    in    dem    gut    zweieinhalbstündigen    Programm    reichlich gescholten   wurde.   „Eine   tolle   und   sympathische   Kabarettgruppe“,   lobte   er die   13   Darsteller.   „Der   Torturm   steckt   voller   Leben,   auch   wenn   wir   den meisten   Stoff   selbst   geliefert   haben“,   sagte   der   Bürgermeister,   nachdem   er so manches Mal das Fett abbekommen hatte. „So   oder   so   ist   das   Leben“,   heißt   das   diesjährige   Programm,   das   der   seit 21   Jahren   amtierende   Vorsitzende   des   Kultur-   und   Verschönerungsvereins, Hartmut   Lehmann,   und   sein   Dutzend   Mitstreiter   auf   die   Beine   gestellt haben.   Alle   Texte,   ohne   Ausnahme,   stammen   aus   der   eigenen   Feder.   Da   ist der   Besucher   richtig   baff,   was   den   Torturmkabarettisten   das   Jahr   über alles   auf-   und   einfällt   und   worüber   sie   ihre   kleine   Geschichtchen   schreiben, die es allesamt in sich haben. „Seien   sie   locker,   damit   wir   an   ihre   Herzen   herankommen“,   riet   Lehmann   von   Ingrid   Graßl   als   Herz   und   Motor   der   Kabarettgruppe   bezeichnet   –   seiner    Begrüßung.    Und    dann    ging    es    auch    gleich    zur    Sache:    Wie beispielsweise   Gaby   Hofmeier   als   Frau   Wiedemann,   die   in   der   großen   und auch   in   der   kleinen   Politik   wieder   jede   Menge   Fettnäpfe   gefunden   hat,   und daraus   ihre   eigenen   Schlüsse   zieht.   Oder   der   Brandschutz   im   Torturm,   den sich   Gerhard   Schöll   und   Michaela   Heim   zum   Thema   ihres   Vortrags   machen. „Sagt   mal,   wer   zündet   unsern   Torturm   an,   wenn   man   ihn   auch   einfach umfahren   kann“,   parodieren   Florian   Graßl,   Hartmut   Lehmann   und   Gerhard Schöll   in   Begleitung   von   Stefan   Schmitzer   am   Klavier   mit   der   Melodie eines   Gassenhauers,   der   die   Besucher   zum   Mitklatschen   hinreißt.   Und auch   James   Blond   0815   (Gerhard   Schöll)   und   sein   Blondgirl   Gilardi   112 (Gabi     Paur)     wollen     Allersberg     retten     von     den     Plaudertaschen     im Marktgemeinderat   und   ihrem   Chef   B.B.,   der   mittlerweile   auf   den   Hund gekommen ist. Begeisternd   ist   auch   Michaela   Heims   tiefsinnige   Lebensbetrachtung   mit   der Schlussfolgerung,    dass    das    Leben    einfach    schön    ist.    Oder    der    Bi-Ba- Bachelor   Werner   Nixdorf,   bei   dem   plötzlich   der   Text   weg   ist,   weil   ihm   die Frauen   zu   Füßen   liegen.   Die   junge   Anja   Schöll glänzt      sowohl      in      ihren      Träumen      einer Fußballspielerfrau    als    auch    bei    ihren    übrigen Auftritten.   Mit   „wie   es   kommt   im   Leben,   so   kommt es“,    empfehlen    Ingrid    und    Florian    Graßl    allen, optimistisch   zu   bleiben   und   immer   gut   drauf   zu sein. Einzigartig   auch   wieder   der   Auftritt   von   Rudi   Mang,   der   Betrachtungen über   die   Saurier   im   früheren   Jurameer   im   Landkreis   Roth   anstellt   und   mit der   erotischsten   Stimme   Allersbergs   seine   ihm   eigenen   Gedanken   zu   dem Schlager   Marina,   Marina   erklingen   lässt.   Die   großartige   Gabi   Paur   besingt zusammen   mit   Hartmut   Lehmann   den   grün   werdenden   Kreisel   an   der Autobahn   mit   My-fair-Lady-Melodien.   Und   Gaby   Hofmeier   zusammen   mit Florian    Graßl    setzen    das    alternde    Liebespaar    Romeo    und    Julia    in    die heutige Zeit um. Natürlich     sind     auch     die     beiden     Berliner Schnauzen   Maxi   und   Charlotte,   dargestellt   von Gerhard   Schöll   und   Michaela   Heim,   wieder   mit von   der   Partie   mit   ihren   Betrachtungen   zum 125-jährigen      Bestehen      des      Kultur-      und Verschönerungsvereins.   Bastian   Pogats   macht nicht    nur    als    Beleuchter    mit,    sondern    stellt auch      sein      unerkanntes      Talent      in      den Vordergrund,       ehe       noch       Ingrid       Graßls unerwähnte   Liebe   zum   Müllmann   thematisiert   wird.   Insgesamt   setzt   das Torturmkabarett   auch   in   diesem   Jahr   exzellente   Akzente,   einen   weiteren Höhepunkt    mit    dem    neuen    Programm    und    ist    aus    der    Allersberger Kulturlandschaft einfach nicht mehr wegzudenken. Zur Bildergalerie
„Wer zündet unsern Torturm an, wenn man ihn auch umfahren kann“, fragen Gerhard Schöll, Florian Graßl und Hartmut Lehmann. Anja Schöll und Gehart Schöll Das Torturmkabarett 2014
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