125 Jahre Kultur und Verschönerungsverein Allersberg e.V. von Reinhold Mücke                              Bewusst   habe   ich   diese   Überschrift   gewählt   für   das   Jubiläum   des   Kultur-   und   Verschönerungsvereins,   wie   der heutige    Name    lautet.    Aber    zur    Zeit    der    Gründung    im    Jahre    1889    hatte    er    sich    nur    den    Namen „Verschönerungsverein“   gegeben.   Das   blieb   auch   bis   heute   unverändert   Namensbestandteil,   auch   wenn   der   sich manches   Mal   leicht   veränderte.   Auch   der   damaligen   Zeit   entsprechend,   denn   Verschönerungsvereine   gab   es   zu dieser Zeit schon mehr. Was ist ein Verschönerungsverein? Humorvoll    heißt    es    immer    wieder,    dass    jemand    schon    Jahre    oder    Jahrzehnte    lang    Mitglied    beim Verschönerungsverein   sei,   wie   er   auch   heute   noch   in   seiner   Kurzform   genannt   wird,   aber   immer   noch   nicht schöner geworden sei.  Nach   Wikipedia   –die   freie   Enzyklopädie-   ist   es   ein   Verein,   der   sich   der   Förderung   des   Tourismus   in   einer Gemeinde   oder   einer   Region   verschrieben   hat.   Als   eine   wesentliche   Aufgabe   sieht   er   dabei   die   Verschönerung des   entsprechenden   Gebietes   an.   Verschönerungsvereine   sind   vielfach   in   der   Zeit   des   in   größerem   Umfang aufkommenden   Tourismus   in   der   2.   Hälfte   des   19.   Jahrhunderts   entstanden.   Er   hatte   sich   in   der   Regel   zum   Ziel genommen    die    Hebung    des    Ortsbildes,    Werbung,    Vermittlung,    Betreuung    von    Gästen    und    den    Unterhalt touristischer   Einrichtungen.   Verschönerungsvereine   gab   es   damals   viele,   vor   allem   auch   in   größeren   und   großen Städten. Nun   wissen   wir   zwar   nicht,   ob   zur   Zeit   der   Gründung   des   hiesigen   Verschönerungsvereins   bereits   Tourismus   in Allersberg   herrschte.   Aber   möglich   ist   es   doch.   Denn   verschiedene   Gasthöfe   beheimateten   auch   zu   der   Zeit bereits einige, wenn auch wenige Fremdenzimmer oder Gästebetten.                           Im   Jahre   1829   hatte   sich   in   Allersberg   bereits   ein   „Comitée   für   die   Obstbaumzucht“   gebildet.   Nicht   ganz freiwillig    war    dies    geschehen.    Denn    am    2.    September    hatte    das    königliche    Landgericht    in    Hilpoltstein angeordnet,   dass   sogleich   ein   Ausschuss   einzurichten   sei,   der   die   Funktionen   „gemäß   §   2   der   obangeführten allerhöchsten    Verordnung    bezeichneten    Verschönerungs-Komißion“    übernimmt.    Dem    wurde    auch    Folge geleistet.   Am   25.   September   1829   wurde   das   „Comitée   für   die   Obstbaumzucht“   gegründet,   in   das   unter anderem   der   Herr   Pfarrer,   der   Kommunalvorstand,   der   Gemeindepfleger,   die   beiden   Schullehrer   und   weitere   fünf Personen   entsandt   wurden.   Über   die   Zeit   des   Bestands   des   Comitees   liefert   das   Archiv   des   Marktes   leider keinerlei Aussage.                        Ein   weiterer   Anlauf   wurde   1845   unternommen.   Da   gab   es   im   Januar   1845   bereits   eine   zweiseitige   „Einladung zur   Teilnahme   an   einem   Verein   zur   Verschönerung“.   Er   hatte   zunächst   die   Absicht   zur   Anlegung   von   Alleen   um Allersberg.   Der   Verein   wurde   anscheinend   rein   für   diesen   Zweck   gegründet.   Großes   hatte   man   sich   anscheinend vorgenommen.   Denn   im   „Circular“   ist   der   Einladung   auch   ein   Motto   vorangestellt.   „Das   gute   mit   dem   Schönen muß   gedeihen,   wo   frische   Kräfte   danach   ringen.   Auch   unser   Streben   wird   gelingen,   wenn   wir   ihm   muthig   unsre Hände   leihen.“   Welchen   Erfolg   diese   Einladung   hatte   oder   ob   ein   Verein   gegründet   wurde,   ist   den   Unterlagen nicht   zu   entnehmen.   Auch,   ob   eine   Satzung   eventuell   erlassen   wurde,   können   wir   heute   nicht   mehr   ermitteln. Den   wenigen   hierüber   noch   existierenden   Unterlagen   ist   auch   eine   Liste   für   das   erste   Halbjahr   1845   über   die monatlich   entrichteten   Beiträge   und   eine   Liste   über   außerordentliche   Beiträge   beigefügt   und   auch   eine   weitere, „Des   Verschönerungs-Vereines   Subscriptionsliste   für   das   zweite   Halbjahr   1845“   ist   noch   enthalten.   Aber   dann verläuft   sich   das   Schicksal   wieder   im   Dunkeln.   Beide   hatten   also   keinen   -längeren-   Bestand.   Ob   und   wann   sie vielleicht   wieder   aufgelöst   wurden   oder   ganz   einfach   die   Tätigkeiten   wieder   verflachten,   darüber   sind   leider keine    Unterlagen    vorhanden.    Im    weiteren    Verlauf    der    Abhandlung    müssen    wir    immer    wieder    auf    Franz Hirscheider    zurückgreifen    und    seinem    Bericht    zum    100-jährigen    Vereinsjubiläum,    weil    vielfach    schriftliche Unterlagen fehlen.                        Gründung des Verschönerungsvereins                        1889   war   es   dann   soweit,   der   Verschönerungsverein   wurde   gegründet,   dessen   125- jähriges    Jubiläum    wir    heuer    begehen    können.    Aber    leider    ist    uns    das    genaue Gründungsdatum   nicht   bekannt.   Am   11.   November   1889   jedenfalls   bestätigte   das Königliche   Bezirksamt   Hilpoltstein   die   Gründung   und   die   Vorlage   der   Satzung.   In   den „Statuten   für   den   Verschönerungs-Verein   Allersberg   gegründet   1889“   ist   in   §   1   der Zweck   angegeben:   „Der   einzige   Zweck   des   Vereines   ist   die   Verschönerung   des   Ortes und   der   Umgebung   Allersbergs   durch   Anpflanzen   und   Setzen   von   Bäumen,   durch Herstellung     neuer     Anlagen,     sowie     Restaurierung     der     bereits     bestehenden Anpflanzungen   und   Wege“.   Die   Vorstandschaft   bestand   entsprechend   §   2   „aus   dem 1.   Vorstand,   Cahsier,   Secretair,   Ausschuß   von   vier   Mitgliedern,   wovon   das   erste Mitglied    Stellvertreter    des    Vorstands    ist    und    zwei    Ersatzleuten    für    allenfalsigen Rücktritt   eines   Ausschussmitgliedes“.   Der   Beitrag   wurde   auf   10   Pfennig   pro   Monat minimal,   die   Aufnahmegebühr   auf   50   Pfennig   minimal   festgesetzt.   Und   wer   mit   mehr als   einem   Jahresbeitrag   im   Rückstand   bleibt,   der   galt   als   ausgetreten.   Unterzeichnet hat    die    Satzung    für    die    Vorstandschaft    Carl    Siegert.    Vandalismus    hatte    es anscheinend   auch   zu   der   Zeit   bereits   gegeben,   wie   uns   §   7   der   seinerzeitigen   Statuten   zeigt.   „Jeder,   der   dem Verein   Personen   anzeigt,   welche   durch   Beschädigung   der   Anlagen   sowie   Abschneiden   von   jungen   Bäumen   sich eines   Vergehens   schuldig   machen,   und   genügende   Beweiskraft   hierfür   erbringt,   erhält   eine   Belohnung   von   nicht unter Mark 3“, heißt es dort.                             Carl   Siegert   wurde   zum   1.   Vorstand   des   Verschönerungsvereins   gewählt.   Er   war   damals   Inhaber   der   Firma Gilardi,    seine    Mutter    war    eine    geborene    Gilardi.    Weitere    Vorstände    bis    zum    1.    Weltkrieg    waren    Pflaum, Leßmann,   Göller,   August   Preuß   und   Florentz.   Die   ersten   Pflanzungen   durch   den   Verein   war   eine   Birkenallee entlang   der   Nürnberger   Straße,   eine   Allee   um   die   Alte   Kirche   „Allerheiligen“,   Pflanzungen   am   damaligen Roßespan   (heute   der   Parkplatz   an   der   Hilpoltsteiner   Straße/früherer   Festplatz)   und   die   Schießangeranlage (heute   Teil   der   Sybilla-Maurer-Allee),   Am   Wehr,   beim   Spitalweiher   und   entlang   der   Kleinen   Roth.   Teile   der damaligen Pflanzungen sind noch gut erhalten bzw. gut erkennbar.                            Wenige   Jahre   nach   der   Gründung,   nämlich   1893,   befasste   sich   der   Verein   sehr   intensiv   mit   der   Pflanzung   von Kugelakazien   auf   dem   Marktplatz.   Am   8.   März   1893   machte   die   Vorstandschaft   diese   Absicht   den   Hausbesitzern bekannt   und   bat   um   deren   Stellungnahme.   Sogar   ein   Plan   war   dafür   gefertigt   worden.   Wenn   man   die   im   Plan angegebenen   Punkte   als   Standort   für   einen   Baum   deuten   darf,   dann   sollten   nicht   weniger   als   24   Kugelakazien gepflanzt   werden.   Offenbar   sprachen   sich   aber   mehrere   Hauseigentümer   am   Marktplatz   gegen   diese   Absicht aus. Aber die Kugelakazien vor dem Gilardihaus dürften noch auf diese Aktion zurückgehen.                            Der   Verschönerungsverein   dürfte   in   diesen   ersten   Jahren   auch   regelmäßig   eine   finanzielle   Unterstützung   durch den   Markt   Allersberg   erfahren   haben.   Denn   vom   15.   Dezember   1895   ist   ein   Schreiben   von   Vorstand   Carl   Siegert „an   die   verehrliche   Markt-Gemeindeverwaltung   in   Allersberg“   vorhanden,   worin   gebeten   wird,   „Dem   genannten Verein   auch   in   diesem   Jahre   wieder   eine   namhafte   Geldunterstützung   gütigst   überweisen   zu   wollen“.   Ob   und wieviel überwiesen wurde, das ist nicht festgehalten.                            1902   erhielt   Allersberg   Bahnanschluss   und   den   Bahnhof.   Für   die   Mitglieder   des   Verschönerungsvereins   ein reichliches   Betätigungsfeld   und   viel   Arbeit.   Es   entstanden   die   Bahnhofsanlage   (die   im   Zuge   der   Erweiterung   des Bahnhofs    in    den    1950er    Jahren    zunächst    erheblich    verändert    und    später    im    Zusammenhang    mit    der Nutzungsänderung   des   Bahnhofsgebäudes   in   die   Bücherei,   der   Errichtung   des   neuen   Festplatzes   auf   dem früheren   Bahnhofsareal   und   der   Errichtung   des   Omnibusbahnhofs   letztlich   nahezu   vollständig   beseitigt   wurde), die   Anlage   an   der   Post   (Dreiecksinsel   zwischen   Verlauf   der   Lerchenfeldstraße   und   der   Bahnhofstraße)   sowie Pflanzungen   am   Hinteren   Markt,   im   Bereich   um   den   neuen   Bahnhof,   in   der   Lerchenfeldstraße,   in   der   Vorstadt und in der Freystädter Straße.                            Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein                             Der   neue   Bahnanschluss   war   aber   nicht   nur   Anlass   für   weitere   Pflanzmaßnahmen.   Der   Verein   selbst   erhielt infolge   des   Bahnanschlusses   auch   einen   bedeutenden   Aufschwung.   Das   beflügelte die     Mitglieder     des     Vereins.     Der     Name     wurde     in     Verschönerungs-     und Fremdenverkehrsverein    geändert.    Bald    kamen    auch    die    ersten    Autos    nach Allersberg.   Das   „Gasthaus   ersten   Ranges“   zu   jener   Zeit   war   die   „Goldene   Sonne“ am   Hinteren   Markt.   Dieses   Haus   bot   bereits   Spezialitäten,   die   weit   und   breit bekannt    waren.    So    jedenfalls    schreibt    es    Franz    Hirscheider.    Dazu    kam    die Gründung   des   Cafés   von   Peter   Kattenbeck   am   Marktplatz.   Zu   Beginn   des   20. Jahrhunderts   gab   es   in   Allersberg   auch   noch   12   Brauereien,   die   aber   nach   und nach   noch   vor   dem   1.   Weltkrieg   weniger   wurden.   Im   „Schwarzen   Adler“   (heute Raiffeisenbank) wurde allein soviel Bier gebraut wie in den anderen elf zusammen.                             Angelegt   wurde   auch   die   Anlage   am   Brünnele   mit   Pflanzungen   und   einem   Zierteich,   etwa   dort,   wo   die   Quelle vor   Jahren   wieder   freigelegt   wurde.   Eine   weitere   Anlage   entstand   am   sogenannten   Sonneneck   hinter   dem Weinberg.    Dort    wurden    auch    Spazierwege    angelegt,    die    vom    Brünnele    zum    Sonneneck    und    weiter    zum Sommerkeller   am   Ende   der   heutigen   Sudetenstraße   führten   und   nach   St.   Wolfgang.   Vor   allem   entlang   des Kreuzweges   auf   den   St.   Wolfgang   wurden   weitere   Anpflanzungen   durchgeführt.   Der   Verein   gestaltete   auch einen   Weg   zum   sogenannten   Teufelsbackofen   am   Silbergraben   südlich   Allersbergs.   Das   war   ein   beliebtes   und auch   etwas   wildromantisches   Wanderziel   mit   den   kleinen   Schluchten,   die   sich   das   Bachi   in   die   Landschaft gegraben   hatte.   Ruhebänke   und   Holzbrücken   über   den   Bach   waren   gezimmert   worden   und   auch   an   anderen Stellen   wurden   Ruhebänke   aufgestellt.   Auch   damals   wurden   immer   wieder   Bänke   beschädigt   oder   gar   zerstört. Ob   der   Verein   damals   öfter   eine   Belohnung   nach   §   7   der   Satzung   (wie   vorstehend   erwähnt)   auszahlen   musste? Das ist allerdings nicht überliefert.                         Der   Verschönerungsverein   hat   sich   früh   den   Unsinnigen   Donnerstag   für   seinen   Faschingsball   gesichert   als   eine Veranstaltung    in    der    gehobenen    gesellschaftlichen    Art.    Der    Ball    wurde    nicht    nur    von    den    damaligen Honoratioren   besucht,   sondern   auch   von   den   Bräuern   und   Gastwirten,   die   sich   damit   auch   ein   besonderes Faschingsfest   gönnten.   Der   Verein   hat   an   dieser   Tradition   lange   festgehalten,   musste   sie   aber   mangels   Zuspruch nun    doch    vor    einigen    Jahren    aufgeben.    Mit    dem    von    den    Allersberger    Flecklashexen    nun    veranstalteten Hexenball hat er aber eine vielbesuchte Fortsetzung gefunden.                           Kürzer   getreten   wurde   während   des   1.   Weltkrieges   mit   den   Aktivitäten.   Nach   1918   wurde   aber   daran   wieder angeknüpft.   Ab   1924   wurden   die   alljährlichen   Blumenschmuckwettbewerbe   eingeführt.   Zur   Verschönerung Allersbergs   leisteten   auch   diese   einen   nicht   geringen   Anteil.   Ab   1939   litten   auch   die   Tätigkeiten   des   Vereins unter   den   Auswirkungen   des   sogenannten   Dritten   Reiches   und   der   Naziherrschaft   und   mit   fortschreitender Kriegszeit   erlahmten   sie   vollständig.   Nach   dem   2.   Weltkrieg   gab   es   in   Allersberg   zunächst   wichtigeres   als   die Ortsverschönerung.   Es   galt,   erst   einmal   die   größten   Schäden   nach   der   Beschießung   Allersbergs   vom   20.   bis   22. April   1945   zu   beseitigen   und   das   normale   Leben   wieder   einigermaßen   einkehren   zu   lassen.   Viele   Flüchtlinge   und Heimatvertriebene   kamen   nach   Allersberg   und   waren   auf   -meist   recht   bescheidene-   Unterkünfte   angewiesen. Unter   der   Beschießung   hatten   auch   die   Anpflanzungen   recht   gelitten   und   der   Brennstoffmangel   bescherte manchmal auch manchem Alleebaum den Garaus.                      Wiedergründung 1947                           Aber   1947   wurde   der   Verschönerungs-   und   Fremdenverkehrsverein   wieder   ins   Leben   gerufen. Am   1.   April   1947   fand   eine   Zusammenkunft   der   noch   lebenden   Mitglieder   und   auch   von   bereits neuen   Interessenten   statt.   Es   wurde   beschlossen,   die   Vereinstätigkeiten   wieder   aufleben   zu lassen.   Für   die   Wiedergründung   war   eine   Genehmigung   der   damaligen   US-Militärregierung   nach einer   zuvor   erfolgten   Entnazifizierung   erforderlich.   In   der   Versammlung   zur   Wiedergründung wurde   auch   der   Vorstand   gewählt   und   die   Vereinsaktivitäten   konnten   wieder   aufgenommen werden.   Zum   1.   Vorstand   wurde   Josef   Bauer   gewählt,   sein   Stellvertreter   war   Josef   Schmidt   und das    Amt    des    Schriftführers    übernahm    Franz    Hirscheider    (jun.),    der    es    bis    zu    seiner Pensionierung      Ende      1977      ausübte.      Aber      nicht      nur      der Ortsverschönerung    wollte    man    sich    widmen.    Auch    Heimat-    und Brauchtumspflege   machte   der   Verein   zu   seiner   Aufgabe.   Umfangreiche Maßnahmen    hat    der    Verein    in    dieser    Zeit    durchgeführt.    Die    Zerstörungen    und Blessuren   der   Kriegstage   sollten   auch   auf   diesem   Gebiet   schnellstmöglich   beseitigt werden.   Es   entstanden   neue   Anlagen   an   der   Sybilla-Maurer-Allee,   am   Engerseller   vor der   Autobahn,   die   Anlage   am   jetzigen   Standort   des   Kriegerdenkmals.   Hans   Altmann hatte   sich   damals   besonders   engagiert,   an   den   auch   heute   noch   die   „Hans-Altmann- Linde“ westlich des Torturms erinnert.                             Die   erste   Kirchweih   wurde   für   1947   zusammen   mit   dem   Markt   Allersberg   organisiert   mit   einem   Tanzpodium   auf dem    Marktplatz.    Der    Glückshafen    des    Vereins,    der    auch    heute    noch    für    Zwecke    der    Ortsverschönerung betrieben   wird,   entstand   in   dieser   Zeit.   Zur   Kirchweih   1951   organisierte   der   Verein   zusammen   mit   dem   Markt Allersberg eine Handwerks- und Gewerbe- und Industrieschau. Sie wurde am Kirchweihsamstag eröffnet.                         Dann   wurde   das   Heimatspiel   aufgebaut,   in   Erinnerung   an   die   Entstehung   des   Drahtzugs und   dessen   wirtschaftliche   Bedeutung   für   Allersberg.   Insgesamt   vier   Spiele   wurden geschrieben,   von   denen   „Sybilla   von   Allersberg“   von   Erich   Bauer   die   Zeiten   überdauert hat   und   erst   zur   300.   Wiederkehr   der   Gründung   des   Drahtzugs   im   Jahre   1989   und   zum 750-jährigen   Jubiläum   Allersbergs,   dann   aber   in   Regie   des   Marktes   Allersberg,   wieder aufgeführt   wurde.   Dazu   wurden   die   Heimattage   eingeführt,   zu   denen   auch   die   Mitglieder des   Allersberger   Heimatvereins   mit   dem   Sitz   in   Nürnberg   sowie   weitere   landsmännische Vereine   in   Nürnberg   alljährlich   nach   Allersberg   reisten.   Nach   der   Währungsreform   1948 wurde    auch    langsam    wieder    an    den    Fremdenverkehr    gedacht.    Und entsprechend   des   Tätigungsfeldes   der   Brauchtumspflege   kümmerte   man sich   wieder   um   den   Fasching.   Das   Hexenlaufen   als   reinen   Straßenfasching und     ab     1969     auch     wieder     die     Faschingszüge.     Nachdem     die     alten Hexenmasken   nach   den   Kriegswirren   nicht   mehr   auffindbar   waren,   schnitzte Georg   Braun   neue   Masken.   Das   war   Grundstock   für   eine   ganze   Reihe   von hölzernen     Masken,     mit     vielen     unterschiedlichen     Gesichtern     und     in verschiedenen     Farben,     mit     denen     die     Flecklashexen     noch     heute umherziehen    und    den    Fasching    lebendig    machen.    Der    Verein    hob    schließlich    auch    das Faschingskomitee aus der Taufe, dessen Vorsitz ebenfalls Willy Bittner übernahm.                         Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein                             Josef   Schmidt   und   danach   vor   allem   Willy   Bittner   übernahmen   die   Geschicke   des Vereins   als   deren   1.   Vorstände.   1965   änderte   sich   der   Name   dann   erneut,   als   dem Fremdenverkehr      mehr      Gewicht      beigemessen      wurde,      es      entstand      der Fremdenverkehrs-     und     Verschönerungsverein.     Und     so     wurde     auch     dem Fremdenverkehr   in   der   Folgezeit   in   den   Vereinsaktivitäten   mehr   Gewicht   verliehen. In        Zusammenarbeit        mit        dem        Markt        Allersberg        wurden        die Blumenschmuckwettbewerbe     wieder     durchgeführt.     Fremdenverkehrsprospekte wurden   gemeinsam   angegangen   und   aufgelegt,   sogar   Postkarten   mit   bedeutenden Bauwerken    Allesbergs    herausgegeben.    Schließlich    wurde    auch    ein    zentraler Zimmernachweis   aufgebaut,   bei   dem   sich   vor   allem   auch   Günther   Richter   verdient gemacht    hat.    Der    Verein    leistete    dabei    die    Pionierarbeit    mit    seinen    bescheidenen Mitteln     und     Möglichkeiten.     Die     Einrichtung     wurde     später     vom     Markt     alleine weitergeführt,   nachdem   diese   Aufgabe   Umfänge   annahm,   die   die   Möglichkeiten   des Vereins   weit   überstiegen.   Wanderwege   wurden   ausgewiesen   und   eine   Wanderkarte aufgelegt.   Vereinsmitglieder   beschilderten   den   Rundwanderweg   rund   um   Allersberg,   zu dem   von   Allersberg   mehrere   Speichen   führten,   und   überwachten   die   Beschaffenheit der   Wege   und   der   Markierungen.   Im   Spitalweiher   wurden   Springbrunnen   installiert –leider   nur   für   die   Dauer   weniger   Jahre.   Und   sogar   Aufkleber   mit   dem   Emblem   des Vereins wurden aufgelegt und großzügig „unters Volk“ gebracht.                      1976,   unter   der   Regie   von   Willy   Bittner,   wurde   erstmals   ein kleiner   Weihnachtsmarkt   auf   dem   Marktplatz,   konkret   auf   dem   Platz   vor   dem   Rathaus abgehalten.   Schon   den   ersten   „Christkindlesmarkt“   besuchte   das   Nürnberger   Christkind. Das   ist   bis   heute   so   geblieben.   Clemes   Kronenwetter   hatte   dazu   bald   einen   eigenen   auf Allersberg   zugeschnittenen   Prolog   verfasst,   der   alljährlich   vom   Balkon   des   Heckelhauses unter   der   „Madonna   im   Strahlenkranz“   vom   Christkind   gesprochen   wird   und   nichts   an seiner   Anziehungskraft   verloren   hat.   Der   Weihnachtsmarkt,   der   alljährlich   seit   Beginn   am Wochenende    des    2.    Advents    stattfindet,    konnte    mehr    und    mehr    örtliche    Vereine einbeziehen,   so   dass   er   seit   vielen   Jahren   sich   vom   Heckelhaus   bis   zur   katholischen Pfarrkirche    „Maria    Himmelfahrt“    erstreckt.    Dazu    kam    die Weihnachtsbeleuchtung.   War   zuvor   lediglich   ein   beleuchteter   Christbaum   vor   dem Rathaus   aufgestellt,   so   war   der   Verein   wieder   Initiator   für   die   Anschaffung   einer Weihnachtsbeleuchtung.   Aus   eigenen   Vereinsmitteln   und   mit   Unterstützung   von Geschäftsleuten   wurde   diese   angeschafft   und   verleiht   seither   dem   Marktplatz   ein vorweihnachtliches   Ambiente   in   der   Zeit   vom   Vorabend   des   1.   Advents   bis   zum Dreikönigstag.   Den   jährlichen   Auf-   und   Abbau   und   den   Unterhalt   finanziert   der Verein auch heute noch.                             Ab   1985   kamen   weitere   Aufgabengebiete   dazu,   um   die   sich   der   Verein   bemühte.   Das ist   einmal   der   Hobby-   und   Kulturkreis.   Mit   einer   Reihe   von   Ausstellungen   das   Jahr über   tritt   er   in   die   Öffentlichkeit   und   lässt   erahnen,   welche   künstlerischen   Kräfte   in der   Marktgemeinde   vorhanden   sind.   Dann   kamen   die   Brauchtumstänzer.   Fränkische Volkstänze    wurden    einstudiert    und    Veranstaltungen    wie    der    „Tanz    in    den    Mai“ regelmäßig   am   30.   April   oder   der   Kathreintanz   kurz   vor   der   Adventszeit   abgehalten. Der   Verein   half   mit   bei   der   Neugestaltung   des   Hinteren   Markts   und   hat   auf   dem westlichen      Platz      vor      der      ehemaligen      Schule      (heute      Verkehrsamt      und Kreismusikzentrum)    in    Zusammenarbeit    mit    dem    Markt    Allersberg    und    unter finanzieller    Hilfe    des    ehemaligen    Heimatvereins    in    Nürnberg    den    Marktbrunnen aufgestellt.   Er   ist   seither   alljährlich   Treffpunkt   für   das   beliebte   Brunnenfest   am   Fronleichnamstag.   Auch   damit hat   der   Verein   wieder   eine   alte   Tradition   aufleben   lassen.   Denn   früher   war   es   an Fronleichnam,   dem   sogenannten   Kränzleinstag   üblich,   nach   der   Prozession   die Sommerkeller   aufzusuchen,   von   denen   heute   in   Allersberg   leider   kein   einziger mehr   existiert.   In   der   Aula   der   –damals   neuen   und   noch   genannten-   Hauptschule wurden     Kleinkunstveranstaltungen     angeboten,     eine     Idee     des     damaligen stellvertretenden   Vorsitzenden   Hartmut   Lehmann.   Das   erwies   sich   als   ein   wahrer Volltreffer,   denn   namhafte   Künstler   konnten   damit   nach   Allersberg   geholt   werden, die   Allersberger   Bevölkerung   und   viele   auswärtige   Gäste   nahmen   das   Angebot gerne in Anspruch.                             Der   Glückshafen   wurde   neu   gestaltet.   In   Zusammenwirken   mit   der   Berufsschule   in Roth   wurde   ein   fahrbarer   Untersatz   mit   einem   Fachwerksaufbau   versehen.   Für   den Weihnachtsmarkt   hat   uns   ebenfalls   die   Berufsschule   Roth   kräftig   unterstützt   und   in Zimmermannsarbeit   eine   Krippe   gebaut,   die   seither   alljährlich   am   Weihnachtsmarkt aufgebaut   und   mit   der   von   Waldemar   Ogorka   geschenkt erhaltenen   „Heiligen   Familie“   ausgestattet   wird.   Noch unter   1.   Bürgermeister   Ludwig   Gmelch   hat   der   Markt Allersberg      dem      Verein      zusammen      mit      dem Faschingskomitee   den   Torturm   zur   Verfügung   gestellt. Er   sollte   für   beide   Organisationen   ein   Vereinsdomizil werden.    Mitglieder    beider    Vereine    hatten    sich    daran gemacht,    den    Torturm    auszubauen    und    für    die    Vereinszwecke    tauglich    zu gestalten.                            Am   30.   September   1989   konnte   der   Verein   das   100-jährige   Bestehen   feiern,   mit   einem Festakt    im    Saal    des    Kolpinghauses.    Zuvor    war    in    einem    kleinen    Festzug    unter Beteiligung   vieler   Allersberger   Vereine   die   kleine   Anlage   an   der   Hilpoltstein   Straße, unterhalb   der   Alten   Kirche,   ausgestattet   mit   einigen   Ruhebänken,   der   Öffentlichkeit übergeben   worden.   Vorsitzender   des   Fremdenverkehrs-   und   Verschönerungsvereins war   damals   Hans   Igl,   der   das   Amt   im   Jahr   zuvor   von   Willy   Bittner   übernommen   hatte. Gleichzeitig   war   Hartmut   Lehmann   zu   seinem   Stellvertreter   gewählt   worden.   Nachdem der   Fremdenverkehr   weitgehend   aufgegeben   war   und   die   kulturelle   Schiene   immer mehr   ausgebaut   wurde,   war   es   schließlich   lediglich   eine   Frage   der   Zeit,   auch   den Namen zu ändern.                             Kultur- und Verschönerungsverein                        Der   Generationswechsel   wurde   in   der   Generalversammlung   1993   vollzogen.   Hartmut   Lehmann   wurde   zum Vorsitzenden   des   Vereins   gewählt,   Josef   Schöll   zu   seinem   Stellvertreter.   Ein   Jahr später   erfolgte   die   Umbenennung   des   Vereins   mit   dem   Erlass   einer   neuen   Satzung. Nachdem   der   Fremdenverkehr   nicht   mehr   zum   Aufgabenfeld   des   Vereins   zählte, konnte     er     auch     die     Anerkennung     der     Gemeinnützigkeit     erreichen.     Die Vereinsaufgaben     wurden     neu     definiert:     Ortsverschönerung,     Einsatz     für     die Erhaltung    und    Pflege    kultureller    Denkmäler    sowie    des    Ortsbildes,    Pflege    und Erhaltung    sowie    Wiederbelebung    des    Brauchtums,    Pflege    und    Durchführung kultureller   Veranstaltungen,   Förderung   der   Gemeindeentwicklung,   Mitwirkung   beim Umweltschutz und die Beratung der Mitglieder in Fragen des Obst- und Gartenbaus.                            Bei   Erscheinen   der   Bände   2   und   3   von   „Allersberg   in   alten   Ansichten“   trat   der   Verein   als   offizieller   Herausgeber auf.   Zu   historischen   Fotos   hatte   Robert   Unterburger   die   Texte   verfasst.   Die   dem   Verein   angeschlossenen Hobbymaler   gestalteten   einen   Heimatkalender   mit   von   ihnen   gemalten   Bildern   interessanter   Anblicke   in   der Marktgemeinde,   später   sogar   mit   Motiven   aus   Allersbergs   Partnerstadt   Saint   Céré,   nach   einer   Idee   von   Georg Weingärtner.   Die   historischen   Gebäude   in   der   Marktgemeinde   wurden   entsprechend   beschildert   und   mit   einer kurzen Historie versehen.                            Dem   Verein   wurde   der   Torturm   1996   zur   Miete   vom   Markt   Allersberg   angeboten.   Es   war   eine   umfassende   und generelle   Sanierung   des   historischen   Gebäudes   geplant.   Und   was   könnte   dem   Verein   besser   zu   Gesicht   stehen als   sein   Vereinsdomizil   in   eben   diesem   Gebäude,   dem   Wahrzeichen   Allersbergs   zu   haben.   Bis   zur   Einweihung und   dem   Bezug   verging   aber   noch   einige   Zeit.   Die   Bauarbeiten   zogen   sich   bis   in   den   Juni   1997   hin.   Dann konnte   die   Einweihung   gefeiert   werden.   Viele   Redner   unter   den   Ehrengästen   lobten   das   gelungene   Werk,   für das   Architekt   Knut   Kratochwill   verantwortlich   zeichnete.   Mit   dem   neuen   Quartier boten    sich    dem    Verein    neue    Betätigungsfelder    innerhalb    seiner    Aufgaben.    Die wurden   schnell   wahrgenommen   und   ausgefüllt.   „Kultur   im   Turm“   wurde   zu   einem Schlagwort,   das   auch   mit   Leben   erfüllt   werden   sollte.   Durch   die   neuen   Aufgaben konnte   der   Verein   auch   einen   enormen   Mitgliederzuwachs   verzeichnen,   so   dass   ihm heute gut 400 Mitglieder angehören.                        Dass   das   Ortsbild   und   die   Ortsverschönerung   nach   wie   vor   die   große   Verantwortung des    Vereins    war,    zeigte    sich    bald.    1998    konnte    der    Verein    eine    größere Baumfällaktion beim Sportplatz des SV Eintracht noch verhindern. Im   gleichen   Jahr   hatte   auch   die   inzwischen   von   vielen   Allersbergern   ersehnte   Einrichtung   Premiere,   das Torturm-Kabarett.   „Kriminal-Tango“   hieß   das   erste   Programm.   Mittlerweile   gehört   das   Torturm-Kabarett   als fester   Bestandteil   in   das   reiche   Allersberger   Kulturleben   und   die   Darsteller   können   Jahr   für   Jahr   großartige Erfolge   mit   dem   literarisch-musikalischen   Kabarett   feiern.   Fester   Bestandteil   des Vereinsprogramms   ist   auch   die   Gestaltung   des   Osterbrunnens   am   Hinteren   Markt seit   vielen   Jahren.   Am   Freitag   vor   dem   Palmsonntag   wird   der mit   weit   über   tausend   Eiern   geschmückte   Brunnen   zusammen mit      der      Sybilla-Maurer-Grundschule      der      Öffentlichkeit vorgestellt   und   sogar   der   Osterhase   nimmt   daran   teil   und belohnt die Kinder mit Süßigkeiten.                            In   bestimmten   Abständen   wird   ein   Obstbaumschneidekurs   durchgeführt,   den   die   Mitglieder gerne    annehmen.    1994    hat    der    Verein    in    der    Segelfliegerhalle    bei    Altenfelden    die „Country-und   Westernnacht“   etabliert   und   diese   über   zehn   Jahre   lang   betrieben.   Namhafte Countrybands    lockten    hunderte    von    Besuchern,    auch    aus    der    weiteren    Umgebung.    Danach    ging    der Jazzfrühschoppen   am   letzten   Sonntag   in   den   Sommerferien   im   Torturm   über   mehrere   Jahre   über   die   Bühne. Aus   dem   Hobby-   und   Kulturkreis   ging   der   Offene   Malertreff   hervor,   der   sich   noch   heute   jeweils   am   ersten Samstag   im   Monat   trifft.   Die   Hobbykünstler   halten   regelmäßige   Ausstellungen   ab.   Daraus   ist   auch   auf   Initiative von   Georg   Weingärtner   schließlich   die   Kunstmeile   hervorgegangen,   die   ein   großartiger   Anziehungspunkt   für tausende   von   Besuchern   geworden   ist.   Aus   dem   offenen   Malertreff   heraus   wurde   auch   eine   Veranstaltung   im Rahmen   des   Ferienprogramms   entwickelt,   bei   der   Kinder   zum   Malen   im   Torturm   mit   einer   ab   dem   Bürgerfest veranstalteten   Ausstellung   der   „Kleinen   Picassos“   in   der   Raiffeisenbank   eingeladen   sind.   Die   Beteiligung   am Ferienprogramm   erfolgte   recht   erfolgreich   bereits   mehrere   Jahre   zuvor   mit Wanderungen   in   die   Natur   mit   Ernst   Heinlein   unter   dem   Motto   „Erlebnispirsch mit einem Jäger“.   Wahre   strahlende   Punkte,   im   wahrsten   Sinn   des   Wortes,   setzte   der   Verein   mit Aktionen,   die   einige   von   Allersbergs   barocken   Schönheiten   auch   in   der   Nacht weithin    erstrahlen    lassen.    2004,    zum    Jubiläumsjahr    Allersbergs    der    750. Wiederkehr    der    ersten    urkundlichen    Erwähnung    erhielt    der    Torturm    als Wahrzeichen   Allersbergs,   als   Zufahrt   ins   historische   Zentrum   und   als   Vereinsdomizil   eine   Anstrahlung   mittels Scheinwerfer.   Die   Aktion   wurde   in   den   folgenden   Jahren   fortgeführt   mit   der   Anstrahlung   der katholischen   Pfarrkirche   „Maria   Himmelfahrt“.   2006   folgte   der   Kirchturm   von   der   Westseite   und 2009   wurde   sie   schließlich   auch   von   den   übrigen   drei   Himmelsrichtungen   angestrahlt.   Die historischen     Bauwerke     erstrahlen     nunmehr     auch     in     der     Nacht     und     bilden     einen Anziehungspunkt für Allersberg.                         Wenn   sich   auch   die   Schwerpunkte   im   Vereinsleben   in   den   125   Jahren   seines   Bestehens   immer wieder   etwas   verändert   haben.   Der   Verschönerungsverein   mit   all   seinen   Facetten   wäre   aus dem   Leben   in   der   Marktgemeinde   nicht   mehr   wegzudenken.   Er   hat   einen   festen   Stellenwert, gehört   zu   den   ältesten   und   Mitgliederstärksten   Vereinen   Allersbergs.   Was   der   Verein   braucht, das   ist   das   gleiche   wie   bei   anderen   Vereinen:   Nachwuchs.   Die   Verantwortlichen   im   Vorstand   wollen   den   Verein und   auch   den   Vorstand   verjüngen,   damit   er   auch   für   die   nächsten   125   Jahre   seinen   festen   Platz   haben   kann und   für   ein   reiches   und   breites   Veranstaltungsleben   in   Allersberg   sorgt.   In   all   den   vergangenen   125   Jahren   war die   Sorge   um   Allersberg   und   der   Einsatz   für   Allersberg   im   Vordergrund   gestanden.   Das   soll   auch   in   Zukunft   so bleiben. Glückauf also für die Zukunft!
"Schwarzer Adler" Heimatspiele 1989 75. Geburtstag Schmid 1975 (vl. W.Bittner, J.Schmid, E.Leitner Zimmernachweis 1975 Gründungsurkunde von 1889 Maskenschnitzer Gerorg Braun Christkind mit Willy Bittner Weihnachtsbeleuchtung Hobbykreis 1986 G. Fischer 1990 Glückshafen 1987 Krippenbau 2003 Vorstand 1989 H. Lehmann u. J. Schöll 1993 Torturm, Wahrzeichen von Allersberg Torturmkabarett Osterbrunnen Kunstmeile Kirchturmbeleuchtung Home Home Vorstandschaft Vorstandschaft Impressum Impressum
Kultur- und Verschönerungsverein Allersberg e.V.
125 Jahre Kultur und Verschönerungsverein Allersberg e.V. von Reinhold Mücke                              Bewusst   habe   ich   diese   Überschrift   gewählt   für   das   Jubiläum   des   Kultur- und   Verschönerungsvereins,   wie   der   heutige   Name   lautet.   Aber   zur   Zeit der     Gründung     im     Jahre     1889     hatte     er     sich     nur     den     Namen „Verschönerungsverein“   gegeben.   Das   blieb   auch   bis   heute   unverändert Namensbestandteil,   auch   wenn   der   sich   manches   Mal   leicht   veränderte. Auch   der   damaligen   Zeit   entsprechend,   denn   Verschönerungsvereine   gab es zu dieser Zeit schon mehr. Was ist ein Verschönerungsverein? Humorvoll    heißt    es    immer    wieder,    dass    jemand    schon    Jahre    oder Jahrzehnte   lang   Mitglied   beim   Verschönerungsverein   sei,   wie   er   auch heute   noch   in   seiner   Kurzform   genannt   wird,   aber   immer   noch   nicht schöner geworden sei.  Nach   Wikipedia   –die   freie   Enzyklopädie-   ist   es   ein   Verein,   der   sich   der Förderung    des    Tourismus    in    einer    Gemeinde    oder    einer    Region verschrieben    hat.    Als    eine    wesentliche    Aufgabe    sieht    er    dabei    die Verschönerung   des   entsprechenden   Gebietes   an.   Verschönerungsvereine sind    vielfach    in    der    Zeit    des    in    größerem    Umfang    aufkommenden Tourismus   in   der   2.   Hälfte   des   19.   Jahrhunderts   entstanden.   Er   hatte sich    in    der    Regel    zum    Ziel    genommen    die    Hebung    des    Ortsbildes, Werbung,    Vermittlung,    Betreuung    von    Gästen    und    den    Unterhalt touristischer   Einrichtungen.   Verschönerungsvereine   gab   es   damals   viele, vor allem auch in größeren und großen Städten. Nun   wissen   wir   zwar   nicht,   ob   zur   Zeit   der   Gründung   des   hiesigen Verschönerungsvereins   bereits   Tourismus   in   Allersberg   herrschte.   Aber möglich   ist   es   doch.   Denn   verschiedene   Gasthöfe   beheimateten   auch   zu der    Zeit    bereits    einige,    wenn    auch    wenige    Fremdenzimmer    oder Gästebetten.                           Im   Jahre   1829   hatte   sich   in   Allersberg   bereits ein      „Comitée      für      die      Obstbaumzucht“ gebildet.     Nicht     ganz     freiwillig     war     dies geschehen.   Denn   am   2.   September   hatte   das königliche       Landgericht       in       Hilpoltstein angeordnet,    dass    sogleich    ein    Ausschuss einzurichten   sei,   der   die   Funktionen   „gemäß §      2      der      obangeführten      allerhöchsten Verordnung     bezeichneten     Verschönerungs- Komißion“     übernimmt.     Dem     wurde     auch Folge    geleistet.    Am    25.    September    1829 wurde   das   „Comitée   für   die   Obstbaumzucht“ gegründet,   in   das   unter   anderem   der   Herr Pfarrer,       der       Kommunalvorstand,       der Gemeindepfleger,   die   beiden   Schullehrer   und weitere   fünf   Personen   entsandt   wurden.   Über   die   Zeit   des   Bestands   des Comitees liefert das Archiv des Marktes leider keinerlei Aussage.                        Ein   weiterer   Anlauf   wurde   1845   unternommen.   Da   gab   es   im   Januar 1845   bereits   eine   zweiseitige   „Einladung   zur   Teilnahme   an   einem   Verein zur   Verschönerung“.   Er   hatte   zunächst   die   Absicht   zur   Anlegung   von Alleen   um   Allersberg.   Der   Verein   wurde   anscheinend   rein   für   diesen Zweck   gegründet.   Großes   hatte   man   sich   anscheinend   vorgenommen. Denn   im   „Circular“   ist   der   Einladung   auch   ein   Motto   vorangestellt.   „Das gute   mit   dem   Schönen   muß   gedeihen,   wo   frische   Kräfte   danach   ringen. Auch   unser   Streben   wird   gelingen,   wenn   wir   ihm   muthig   unsre   Hände leihen.“    Welchen    Erfolg    diese    Einladung    hatte    oder    ob    ein    Verein gegründet   wurde,   ist   den   Unterlagen   nicht   zu   entnehmen.   Auch,   ob   eine Satzung    eventuell    erlassen    wurde,    können    wir    heute    nicht    mehr ermitteln.   Den   wenigen   hierüber   noch   existierenden   Unterlagen   ist   auch eine   Liste   für   das   erste   Halbjahr   1845   über   die   monatlich   entrichteten Beiträge   und   eine   Liste   über   außerordentliche   Beiträge   beigefügt   und auch   eine   weitere,   „Des   Verschönerungs-Vereines   Subscriptionsliste   für das   zweite   Halbjahr   1845“   ist   noch   enthalten.   Aber   dann   verläuft   sich das   Schicksal   wieder   im   Dunkeln.   Beide   hatten   also   keinen   -längeren- Bestand.   Ob   und   wann   sie   vielleicht   wieder   aufgelöst   wurden   oder   ganz einfach   die   Tätigkeiten   wieder   verflachten,   darüber   sind   leider   keine Unterlagen   vorhanden.   Im   weiteren   Verlauf   der   Abhandlung   müssen   wir immer   wieder   auf   Franz   Hirscheider   zurückgreifen   und   seinem   Bericht zum   100-jährigen   Vereinsjubiläum,   weil   vielfach   schriftliche   Unterlagen fehlen.                        Gründung des Verschönerungsvereins                        1889   war   es   dann   soweit,   der   Verschönerungsverein   wurde   gegründet, dessen   125-jähriges   Jubiläum   wir   heuer   begehen   können.   Aber   leider   ist uns    das    genaue    Gründungsdatum    nicht    bekannt.    Am    11.    November 1889    jedenfalls    bestätigte    das    Königliche    Bezirksamt    Hilpoltstein    die Gründung    und    die    Vorlage    der    Satzung.    In    den    „Statuten    für    den Verschönerungs-Verein   Allersberg   gegründet   1889“   ist   in   §   1   der   Zweck angegeben:   „Der   einzige   Zweck   des   Vereines   ist   die   Verschönerung   des Ortes   und   der   Umgebung   Allersbergs   durch   Anpflanzen   und   Setzen   von Bäumen,    durch    Herstellung    neuer    Anlagen,    sowie    Restaurierung    der bereits    bestehenden    Anpflanzungen    und    Wege“.    Die    Vorstandschaft bestand   entsprechend   §   2   „aus   dem   1.   Vorstand,   Cahsier,   Secretair, Ausschuß   von   vier   Mitgliedern,   wovon   das   erste   Mitglied   Stellvertreter des   Vorstands   ist   und   zwei   Ersatzleuten   für   allenfalsigen   Rücktritt   eines Ausschussmitgliedes“.    Der    Beitrag    wurde    auf    10    Pfennig    pro    Monat minimal,   die   Aufnahmegebühr   auf   50   Pfennig   minimal   festgesetzt.   Und wer   mit   mehr   als   einem   Jahresbeitrag   im   Rückstand   bleibt,   der   galt   als ausgetreten.   Unterzeichnet   hat   die   Satzung   für   die   Vorstandschaft   Carl Siegert.   Vandalismus   hatte   es   anscheinend   auch   zu   der   Zeit   bereits gegeben,   wie   uns   §   7   der   seinerzeitigen   Statuten   zeigt.   „Jeder,   der   dem Verein   Personen   anzeigt,   welche   durch   Beschädigung   der   Anlagen   sowie Abschneiden   von   jungen   Bäumen   sich   eines   Vergehens   schuldig   machen, und   genügende   Beweiskraft   hierfür   erbringt,   erhält   eine   Belohnung   von nicht unter Mark 3“, heißt es dort.                             Carl   Siegert   wurde   zum   1.   Vorstand   des   Verschönerungsvereins   gewählt. Er    war    damals    Inhaber    der    Firma    Gilardi,    seine    Mutter    war    eine geborene   Gilardi.   Weitere   Vorstände   bis   zum   1.   Weltkrieg   waren   Pflaum, Leßmann,   Göller,   August   Preuß   und   Florentz.   Die   ersten   Pflanzungen durch   den   Verein   war   eine   Birkenallee   entlang   der   Nürnberger   Straße, eine   Allee   um   die   Alte   Kirche   „Allerheiligen“,   Pflanzungen   am   damaligen Roßespan    (heute    der    Parkplatz    an    der    Hilpoltsteiner    Straße/früherer Festplatz)   und   die   Schießangeranlage   (heute   Teil   der   Sybilla-Maurer- Allee),   Am   Wehr,   beim   Spitalweiher   und   entlang   der   Kleinen   Roth.   Teile der damaligen Pflanzungen sind noch gut erhalten bzw. gut erkennbar.                            Wenige    Jahre    nach    der    Gründung,    nämlich    1893,    befasste    sich    der Verein    sehr    intensiv    mit    der    Pflanzung    von    Kugelakazien    auf    dem Marktplatz.   Am   8.   März   1893   machte   die   Vorstandschaft   diese   Absicht den   Hausbesitzern   bekannt   und   bat   um   deren   Stellungnahme.   Sogar   ein Plan   war   dafür   gefertigt   worden.   Wenn   man   die   im   Plan   angegebenen Punkte   als   Standort   für   einen   Baum   deuten   darf,   dann   sollten   nicht weniger   als   24   Kugelakazien   gepflanzt   werden.   Offenbar   sprachen   sich aber   mehrere   Hauseigentümer   am   Marktplatz   gegen   diese   Absicht   aus. Aber   die   Kugelakazien   vor   dem   Gilardihaus   dürften   noch   auf   diese   Aktion zurückgehen.                            Der     Verschönerungsverein     dürfte     in     diesen     ersten     Jahren     auch regelmäßig   eine   finanzielle   Unterstützung   durch   den   Markt   Allersberg erfahren   haben.   Denn   vom   15.   Dezember   1895   ist   ein   Schreiben   von Vorstand   Carl   Siegert   „an   die   verehrliche   Markt-Gemeindeverwaltung   in Allersberg“    vorhanden,    worin    gebeten    wird,    „Dem    genannten    Verein auch   in   diesem   Jahre   wieder   eine   namhafte   Geldunterstützung   gütigst überweisen   zu   wollen“.   Ob   und   wieviel   überwiesen   wurde,   das   ist   nicht festgehalten.                            1902    erhielt    Allersberg    Bahnanschluss    und    den    Bahnhof.    Für    die Mitglieder   des   Verschönerungsvereins   ein   reichliches   Betätigungsfeld   und viel    Arbeit.    Es    entstanden    die    Bahnhofsanlage    (die    im    Zuge    der Erweiterung    des    Bahnhofs    in    den    1950er    Jahren    zunächst    erheblich verändert   und   später   im   Zusammenhang   mit   der   Nutzungsänderung   des Bahnhofsgebäudes   in   die   Bücherei,   der   Errichtung   des   neuen   Festplatzes auf      dem      früheren      Bahnhofsareal      und      der      Errichtung      des Omnibusbahnhofs    letztlich    nahezu    vollständig    beseitigt    wurde),    die Anlage   an   der   Post   (Dreiecksinsel   zwischen   Verlauf   der   Lerchenfeldstraße und    der    Bahnhofstraße)    sowie    Pflanzungen    am    Hinteren    Markt,    im Bereich   um   den   neuen   Bahnhof,   in   der   Lerchenfeldstraße,   in   der   Vorstadt und in der Freystädter Straße.                            Verschönerungs- und Fremdenverkehrsverein                             Der    neue    Bahnanschluss    war    aber    nicht    nur    Anlass    für    weitere Pflanzmaßnahmen.   Der   Verein   selbst   erhielt   infolge   des   Bahnanschlusses auch   einen   bedeutenden   Aufschwung.   Das   beflügelte   die   Mitglieder   des Vereins.        Der        Name        wurde        in        Verschönerungs-        und Fremdenverkehrsverein   geändert.   Bald   kamen   auch   die   ersten   Autos nach   Allersberg.   Das   „Gasthaus   ersten   Ranges“   zu   jener   Zeit   war   die „Goldene     Sonne“     am     Hinteren     Markt.     Dieses     Haus     bot     bereits Spezialitäten,   die   weit   und   breit   bekannt   waren.   So   jedenfalls   schreibt   es Franz    Hirscheider.    Dazu    kam    die    Gründung    des    Cafés    von    Peter Kattenbeck   am   Marktplatz.   Zu   Beginn   des   20.   Jahrhunderts   gab   es   in Allersberg   auch   noch   12   Brauereien,   die aber    nach    und    nach    noch    vor    dem    1. Weltkrieg        weniger        wurden.        Im „Schwarzen   Adler“   (heute   Raiffeisenbank) wurde   allein   soviel   Bier   gebraut   wie   in den anderen elf zusammen.                             Angelegt    wurde    auch    die    Anlage    am Brünnele    mit    Pflanzungen    und    einem Zierteich,   etwa   dort,   wo   die   Quelle   vor   Jahren   wieder   freigelegt   wurde. Eine   weitere   Anlage   entstand   am   sogenannten   Sonneneck   hinter   dem Weinberg.   Dort   wurden   auch   Spazierwege   angelegt,   die   vom   Brünnele zum   Sonneneck   und   weiter   zum   Sommerkeller   am   Ende   der   heutigen Sudetenstraße   führten   und   nach   St.   Wolfgang.   Vor   allem   entlang   des Kreuzweges    auf    den    St.    Wolfgang    wurden    weitere    Anpflanzungen durchgeführt.   Der   Verein   gestaltete   auch   einen   Weg   zum   sogenannten Teufelsbackofen    am    Silbergraben    südlich    Allersbergs.    Das    war    ein beliebtes   und   auch   etwas   wildromantisches   Wanderziel   mit   den   kleinen Schluchten,    die    sich    das    Bachi    in    die    Landschaft    gegraben    hatte. Ruhebänke   und   Holzbrücken   über   den   Bach   waren   gezimmert   worden und    auch    an    anderen    Stellen    wurden    Ruhebänke    aufgestellt.    Auch damals   wurden   immer   wieder   Bänke   beschädigt   oder   gar   zerstört.   Ob der   Verein   damals   öfter   eine   Belohnung   nach   §   7   der   Satzung   (wie vorstehend    erwähnt)    auszahlen    musste?    Das    ist    allerdings    nicht überliefert.                         Der   Verschönerungsverein   hat   sich   früh   den   Unsinnigen   Donnerstag   für seinen   Faschingsball   gesichert   als   eine   Veranstaltung   in   der   gehobenen gesellschaftlichen    Art.    Der    Ball    wurde    nicht    nur    von    den    damaligen Honoratioren   besucht,   sondern   auch   von   den   Bräuern   und   Gastwirten, die   sich   damit   auch   ein   besonderes   Faschingsfest   gönnten.   Der   Verein hat   an   dieser   Tradition   lange   festgehalten,   musste   sie   aber   mangels Zuspruch   nun   doch   vor   einigen   Jahren   aufgeben.   Mit   dem   von   den Allersberger   Flecklashexen   nun   veranstalteten   Hexenball   hat   er   aber   eine vielbesuchte Fortsetzung gefunden.                           Kürzer   getreten   wurde   während   des   1.   Weltkrieges   mit   den   Aktivitäten. Nach   1918   wurde   aber   daran   wieder   angeknüpft.   Ab   1924   wurden   die alljährlichen   Blumenschmuckwettbewerbe   eingeführt.   Zur   Verschönerung Allersbergs   leisteten   auch   diese   einen   nicht   geringen   Anteil.   Ab   1939 litten   auch   die   Tätigkeiten   des   Vereins   unter   den   Auswirkungen   des sogenannten     Dritten     Reiches     und     der     Naziherrschaft     und     mit fortschreitender    Kriegszeit    erlahmten    sie    vollständig.    Nach    dem    2. Weltkrieg     gab     es     in     Allersberg     zunächst     wichtigeres     als     die Ortsverschönerung.   Es   galt,   erst   einmal   die   größten   Schäden   nach   der Beschießung   Allersbergs   vom   20.   bis   22.   April   1945   zu   beseitigen   und das    normale    Leben    wieder    einigermaßen    einkehren    zu    lassen.    Viele Flüchtlinge   und   Heimatvertriebene   kamen   nach   Allersberg   und   waren   auf -meist     recht     bescheidene-     Unterkünfte     angewiesen.     Unter     der Beschießung    hatten    auch    die    Anpflanzungen    recht    gelitten    und    der Brennstoffmangel   bescherte   manchmal   auch   manchem   Alleebaum   den Garaus.                      Wiedergründung 1947                           Aber    1947    wurde    der    Verschönerungs-    und    Fremdenverkehrsverein wieder   ins   Leben   gerufen.   Am   1.   April   1947   fand   eine   Zusammenkunft der   noch   lebenden   Mitglieder   und   auch   von   bereits neuen   Interessenten   statt.   Es   wurde   beschlossen,   die Vereinstätigkeiten   wieder   aufleben   zu   lassen.   Für   die Wiedergründung      war      eine      Genehmigung      der damaligen     US-Militärregierung     nach     einer     zuvor erfolgten      Entnazifizierung      erforderlich.      In      der Versammlung   zur   Wiedergründung   wurde   auch   der Vorstand   gewählt   und   die   Vereinsaktivitäten   konnten wieder    aufgenommen    werden.    Zum    1.    Vorstand wurde   Josef   Bauer   gewählt,   sein   Stellvertreter   war Josef    Schmidt    und    das    Amt    des    Schriftführers übernahm    Franz    Hirscheider    (jun.),    der    es    bis    zu seiner     Pensionierung     Ende     1977     ausübte.     Aber     nicht     nur     der Ortsverschönerung   wollte   man   sich   widmen. Auch   Heimat-   und   Brauchtumspflege   machte der   Verein   zu   seiner   Aufgabe.   Umfangreiche Maßnahmen    hat    der    Verein    in    dieser    Zeit durchgeführt.       Die       Zerstörungen       und Blessuren    der    Kriegstage    sollten    auch    auf diesem     Gebiet     schnellstmöglich     beseitigt werden.   Es   entstanden   neue   Anlagen   an   der Sybilla-Maurer-Allee,   am   Engerseller   vor   der Autobahn,   die   Anlage   am   jetzigen   Standort des    Kriegerdenkmals.    Hans    Altmann    hatte sich    damals    besonders    engagiert,    an    den auch    heute    noch    die    „Hans-Altmann-Linde“    westlich    des    Torturms erinnert.                             Die   erste   Kirchweih   wurde   für   1947   zusammen   mit   dem   Markt   Allersberg organisiert   mit   einem   Tanzpodium   auf   dem   Marktplatz.   Der   Glückshafen des   Vereins,   der   auch   heute   noch   für   Zwecke   der   Ortsverschönerung betrieben   wird,   entstand   in   dieser   Zeit.   Zur   Kirchweih   1951   organisierte der   Verein   zusammen   mit   dem   Markt   Allersberg   eine   Handwerks-   und Gewerbe- und Industrieschau. Sie wurde am Kirchweihsamstag eröffnet.                         Dann   wurde   das   Heimatspiel   aufgebaut,   in   Erinnerung   an   die   Entstehung des    Drahtzugs    und    dessen    wirtschaftliche    Bedeutung    für    Allersberg. Insgesamt    vier    Spiele    wurden    geschrieben,    von    denen    „Sybilla    von Allersberg“      von      Erich      Bauer      die      Zeiten überdauert   hat   und   erst   zur   300.   Wiederkehr der   Gründung   des   Drahtzugs   im   Jahre   1989   und zum    750-jährigen    Jubiläum    Allersbergs,    dann aber   in   Regie   des   Marktes   Allersberg,   wieder aufgeführt   wurde.   Dazu   wurden   die   Heimattage eingeführt,   zu   denen   auch   die   Mitglieder   des Allersberger    Heimatvereins    mit    dem    Sitz    in Nürnberg   sowie   weitere   landsmännische   Vereine in   Nürnberg   alljährlich   nach   Allersberg   reisten. Nach    der    Währungsreform    1948    wurde    auch langsam     wieder     an     den     Fremdenverkehr gedacht.   Und   entsprechend   des   Tätigungsfeldes der     Brauchtumspflege     kümmerte     man     sich wieder   um   den   Fasching.   Das   Hexenlaufen   als reinen    Straßenfasching    und    ab    1969    auch wieder   die   Faschingszüge.   Nachdem   die   alten   Hexenmasken   nach   den Kriegswirren   nicht   mehr   auffindbar   waren,   schnitzte   Georg   Braun   neue Masken.   Das   war   Grundstock   für   eine   ganze   Reihe   von hölzernen      Masken,      mit      vielen      unterschiedlichen Gesichtern   und   in   verschiedenen   Farben,   mit   denen   die Flecklashexen   noch   heute   umherziehen   und   den   Fasching lebendig   machen.   Der   Verein   hob   schließlich   auch   das Faschingskomitee   aus   der   Taufe,   dessen   Vorsitz   ebenfalls Willy Bittner übernahm.                         Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein                             Josef    Schmidt    und    danach    vor    allem    Willy    Bittner übernahmen   die   Geschicke   des   Vereins   als   deren   1.   Vorstände.   1965 änderte   sich   der   Name   dann   erneut,   als   dem   Fremdenverkehr   mehr Gewicht   beigemessen   wurde,   es   entstand   der   Fremdenverkehrs-   und Verschönerungsverein.   Und   so   wurde   auch dem   Fremdenverkehr   in   der   Folgezeit   in   den Vereinsaktivitäten   mehr   Gewicht   verliehen. In      Zusammenarbeit      mit      dem      Markt Allersberg                   wurden                   die Blumenschmuckwettbewerbe              wieder durchgeführt.       Fremdenverkehrsprospekte wurden      gemeinsam      angegangen      und aufgelegt,         sogar         Postkarten         mit bedeutenden         Bauwerken         Allesbergs herausgegeben.   Schließlich   wurde   auch   ein   zentraler   Zimmernachweis aufgebaut,    bei    dem    sich    vor    allem    auch    Günther    Richter    verdient gemacht    hat.    Der    Verein    leistete    dabei    die    Pionierarbeit    mit    seinen bescheidenen   Mitteln   und   Möglichkeiten.   Die   Einrichtung   wurde   später vom    Markt    alleine    weitergeführt,    nachdem    diese    Aufgabe    Umfänge annahm,     die     die     Möglichkeiten     des     Vereins     weit     überstiegen. Wanderwege    wurden    ausgewiesen    und    eine    Wanderkarte    aufgelegt. Vereinsmitglieder      beschilderten      den      Rundwanderweg      rund      um Allersberg,    zu    dem    von    Allersberg    mehrere    Speichen    führten,    und überwachten   die   Beschaffenheit   der   Wege   und   der   Markierungen.   Im Spitalweiher         wurden         Springbrunnen installiert   –leider   nur   für   die   Dauer   weniger Jahre.     Und     sogar     Aufkleber     mit     dem Emblem   des   Vereins   wurden   aufgelegt   und großzügig „unters Volk“ gebracht.                      1976,    unter    der    Regie    von    Willy    Bittner, wurde           erstmals           ein           kleiner Weihnachtsmarkt      auf      dem      Marktplatz, konkret    auf    dem    Platz    vor    dem    Rathaus abgehalten.         Schon         den         ersten „Christkindlesmarkt“          besuchte          das Nürnberger    Christkind.    Das    ist    bis    heute    so    geblieben.    Clemes Kronenwetter   hatte   dazu   bald   einen   eigenen   auf Allersberg   zugeschnittenen   Prolog   verfasst,   der alljährlich   vom   Balkon   des   Heckelhauses   unter der   „Madonna   im   Strahlenkranz“   vom   Christkind gesprochen      wird      und      nichts      an      seiner Anziehungskraft         verloren         hat.         Der Weihnachtsmarkt,   der   alljährlich   seit   Beginn   am Wochenende   des   2.   Advents   stattfindet,   konnte mehr   und   mehr   örtliche   Vereine   einbeziehen,   so dass   er   seit   vielen   Jahren   sich   vom   Heckelhaus bis   zur   katholischen   Pfarrkirche   „Maria   Himmelfahrt“   erstreckt.   Dazu kam   die   Weihnachtsbeleuchtung.   War   zuvor   lediglich   ein   beleuchteter Christbaum    vor    dem    Rathaus    aufgestellt,    so    war    der    Verein    wieder Initiator   für   die   Anschaffung   einer   Weihnachtsbeleuchtung.   Aus   eigenen Vereinsmitteln   und   mit   Unterstützung   von   Geschäftsleuten   wurde   diese angeschafft   und   verleiht   seither   dem   Marktplatz   ein   vorweihnachtliches Ambiente    in    der    Zeit    vom    Vorabend    des    1.    Advents    bis    zum Dreikönigstag.    Den    jährlichen    Auf-    und    Abbau    und    den    Unterhalt finanziert der Verein auch heute noch.                             Ab    1985    kamen    weitere    Aufgabengebiete dazu,   um   die   sich   der   Verein   bemühte.   Das ist   einmal   der   Hobby-   und   Kulturkreis.   Mit einer   Reihe   von   Ausstellungen   das   Jahr   über tritt     er     in     die     Öffentlichkeit     und     lässt erahnen,   welche   künstlerischen   Kräfte   in   der Marktgemeinde    vorhanden    sind.    Dann    kamen    die    Brauchtumstänzer. Fränkische   Volkstänze   wurden   einstudiert   und   Veranstaltungen   wie   der „Tanz   in   den   Mai“   regelmäßig   am   30.   April oder     der     Kathreintanz     kurz     vor     der Adventszeit   abgehalten.   Der   Verein   half   mit bei   der   Neugestaltung   des   Hinteren   Markts und   hat   auf   dem   westlichen   Platz   vor   der ehemaligen   Schule   (heute   Verkehrsamt   und Kreismusikzentrum)   in   Zusammenarbeit   mit dem   Markt   Allersberg   und   unter   finanzieller Hilfe     des     ehemaligen     Heimatvereins     in Nürnberg   den   Marktbrunnen   aufgestellt.   Er ist    seither    alljährlich    Treffpunkt    für    das    beliebte    Brunnenfest    am Fronleichnamstag.   Auch   damit   hat   der   Verein   wieder   eine   alte   Tradition aufleben   lassen.   Denn   früher   war   es   an   Fronleichnam,   dem   sogenannten Kränzleinstag      üblich,      nach      der      Prozession      die      Sommerkeller aufzusuchen,   von   denen   heute   in   Allersberg   leider   kein   einziger   mehr existiert.    In    der    Aula    der    –damals    neuen    und    noch    genannten- Hauptschule    wurden    Kleinkunstveranstaltungen    angeboten,    eine    Idee des   damaligen   stellvertretenden   Vorsitzenden   Hartmut   Lehmann.   Das erwies   sich   als   ein   wahrer   Volltreffer,   denn   namhafte   Künstler   konnten damit   nach   Allersberg   geholt   werden,   die   Allersberger   Bevölkerung   und viele auswärtige Gäste nahmen das Angebot gerne in Anspruch.                             Der    Glückshafen    wurde    neu    gestaltet.    In Zusammenwirken    mit    der    Berufsschule    in Roth    wurde    ein    fahrbarer    Untersatz    mit einem   Fachwerksaufbau   versehen.   Für   den Weihnachtsmarkt     hat     uns     ebenfalls     die Berufsschule   Roth   kräftig   unterstützt   und   in Zimmermannsarbeit   eine   Krippe   gebaut,   die seither     alljährlich     am     Weihnachtsmarkt aufgebaut    und    mit    der    von    Waldemar    Ogorka    geschenkt    erhaltenen „Heiligen   Familie“   ausgestattet   wird.   Noch unter   1.   Bürgermeister   Ludwig   Gmelch   hat der   Markt   Allersberg   dem   Verein   zusammen mit   dem   Faschingskomitee   den   Torturm   zur Verfügung     gestellt.     Er     sollte     für     beide Organisationen   ein   Vereinsdomizil   werden. Mitglieder   beider   Vereine   hatten   sich   daran gemacht,   den   Torturm   auszubauen   und   für die Vereinszwecke tauglich zu gestalten.                            Am   30.   September   1989   konnte   der   Verein das   100-jährige   Bestehen   feiern,   mit   einem Festakt   im   Saal   des   Kolpinghauses.   Zuvor war     in     einem     kleinen     Festzug     unter Beteiligung   vieler   Allersberger   Vereine   die kleine    Anlage    an    der    Hilpoltstein    Straße, unterhalb   der   Alten   Kirche,   ausgestattet   mit   einigen   Ruhebänken,   der Öffentlichkeit           übergeben           worden. Vorsitzender     des     Fremdenverkehrs-     und Verschönerungsvereins    war    damals    Hans Igl,   der   das   Amt   im   Jahr   zuvor   von   Willy Bittner   übernommen   hatte.   Gleichzeitig   war Hartmut   Lehmann   zu   seinem   Stellvertreter gewählt         worden.         Nachdem         der Fremdenverkehr     weitgehend     aufgegeben war   und   die   kulturelle   Schiene   immer   mehr ausgebaut      wurde,      war      es      schließlich lediglich    eine    Frage    der    Zeit,    auch    den Namen zu ändern.                             Kultur- und Verschönerungsverein                        Der    Generationswechsel    wurde    in    der    Generalversammlung    1993 vollzogen.    Hartmut    Lehmann    wurde    zum    Vorsitzenden    des    Vereins gewählt,   Josef   Schöll   zu   seinem   Stellvertreter.   Ein   Jahr   später   erfolgte die   Umbenennung   des   Vereins   mit   dem   Erlass   einer   neuen   Satzung. Nachdem   der   Fremdenverkehr   nicht   mehr   zum   Aufgabenfeld   des   Vereins zählte,   konnte   er   auch   die   Anerkennung   der   Gemeinnützigkeit   erreichen. Die   Vereinsaufgaben   wurden   neu   definiert: Ortsverschönerung,       Einsatz       für       die Erhaltung   und   Pflege   kultureller   Denkmäler sowie   des   Ortsbildes,   Pflege   und   Erhaltung sowie     Wiederbelebung     des     Brauchtums, Pflege       und       Durchführung       kultureller Veranstaltungen,            Förderung            der Gemeindeentwicklung,      Mitwirkung      beim Umweltschutz      und      die      Beratung      der Mitglieder     in     Fragen     des     Obst-     und Gartenbaus.                            Bei   Erscheinen   der   Bände   2   und   3   von   „Allersberg   in   alten   Ansichten“ trat   der   Verein   als   offizieller   Herausgeber   auf.   Zu   historischen   Fotos hatte     Robert     Unterburger     die     Texte     verfasst.     Die     dem     Verein angeschlossenen   Hobbymaler   gestalteten   einen   Heimatkalender   mit   von ihnen   gemalten   Bildern   interessanter   Anblicke   in   der   Marktgemeinde, später   sogar   mit   Motiven   aus   Allersbergs   Partnerstadt   Saint   Céré,   nach einer   Idee   von   Georg   Weingärtner.   Die   historischen   Gebäude   in   der Marktgemeinde   wurden   entsprechend   beschildert   und   mit   einer   kurzen Historie versehen.                            Dem   Verein   wurde   der   Torturm   1996   zur   Miete   vom   Markt   Allersberg angeboten.    Es    war    eine    umfassende    und    generelle    Sanierung    des historischen   Gebäudes   geplant.   Und   was   könnte   dem   Verein   besser   zu Gesicht   stehen   als   sein   Vereinsdomizil   in   eben   diesem   Gebäude,   dem Wahrzeichen   Allersbergs   zu   haben.   Bis   zur   Einweihung   und   dem   Bezug verging   aber   noch   einige   Zeit.   Die   Bauarbeiten   zogen   sich   bis   in   den   Juni 1997    hin.    Dann    konnte    die    Einweihung gefeiert    werden.    Viele    Redner    unter    den Ehrengästen   lobten   das   gelungene   Werk,   für das          Architekt          Knut          Kratochwill verantwortlich    zeichnete.    Mit    dem    neuen Quartier     boten     sich     dem     Verein     neue Betätigungsfelder          innerhalb          seiner Aufgaben.          Die          wurden          schnell wahrgenommen   und   ausgefüllt.   „Kultur   im Turm“   wurde   zu   einem   Schlagwort,   das   auch   mit   Leben   erfüllt   werden sollte.   Durch   die   neuen   Aufgaben   konnte   der   Verein   auch   einen   enormen Mitgliederzuwachs   verzeichnen,   so   dass   ihm   heute   gut   400   Mitglieder angehören.                        Dass   das   Ortsbild   und   die   Ortsverschönerung   nach   wie   vor   die   große Verantwortung   des   Vereins   war,   zeigte   sich   bald.   1998   konnte   der   Verein eine    größere    Baumfällaktion    beim    Sportplatz    des    SV    Eintracht    noch verhindern. Im   gleichen   Jahr   hatte   auch   die   inzwischen   von   vielen   Allersbergern ersehnte   Einrichtung   Premiere,   das   Torturm-Kabarett.   „Kriminal-Tango“ hieß   das   erste   Programm.   Mittlerweile   gehört   das   Torturm-Kabarett   als fester    Bestandteil    in    das    reiche    Allersberger    Kulturleben    und    die Darsteller   können   Jahr   für   Jahr   großartige   Erfolge   mit   dem   literarisch- musikalischen   Kabarett   feiern.   Fester   Bestandteil   des   Vereinsprogramms ist   auch   die   Gestaltung   des   Osterbrunnens am   Hinteren   Markt   seit   vielen   Jahren.   Am Freitag   vor   dem   Palmsonntag   wird   der   mit weit     über     tausend     Eiern     geschmückte Brunnen   zusammen   mit   der   Sybilla-Maurer- Grundschule    der    Öffentlichkeit    vorgestellt und   sogar   der   Osterhase   nimmt   daran   teil und belohnt die Kinder mit Süßigkeiten.                            In        bestimmten        Abständen        wird        ein Obstbaumschneidekurs     durchgeführt,     den     die Mitglieder   gerne   annehmen.   1994   hat   der   Verein in     der     Segelfliegerhalle     bei     Altenfelden     die „Country-und   Westernnacht“   etabliert   und   diese über     zehn     Jahre     lang     betrieben.     Namhafte Countrybands    lockten    hunderte    von    Besuchern, auch   aus   der   weiteren   Umgebung.   Danach   ging der    Jazzfrühschoppen    am    letzten    Sonntag    in    den    Sommerferien    im Torturm   über   mehrere   Jahre   über   die   Bühne.   Aus   dem   Hobby-   und Kulturkreis   ging   der   Offene   Malertreff   hervor,   der   sich   noch   heute   jeweils am     ersten     Samstag     im     Monat     trifft.     Die     Hobbykünstler     halten regelmäßige   Ausstellungen   ab.   Daraus   ist   auch   auf   Initiative   von   Georg Weingärtner     schließlich     die     Kunstmeile     hervorgegangen,     die     ein großartiger   Anziehungspunkt   für   tausende   von   Besuchern   geworden   ist. Aus   dem   offenen   Malertreff   heraus   wurde   auch   eine   Veranstaltung   im Rahmen   des   Ferienprogramms   entwickelt,   bei   der   Kinder   zum   Malen   im Torturm   mit   einer   ab   dem   Bürgerfest   veranstalteten   Ausstellung   der „Kleinen   Picassos“   in   der   Raiffeisenbank   eingeladen   sind.   Die   Beteiligung am   Ferienprogramm   erfolgte   recht   erfolgreich   bereits   mehrere   Jahre zuvor   mit   Wanderungen   in   die   Natur   mit Ernst      Heinlein      unter      dem      Motto „Erlebnispirsch mit einem Jäger“.   Wahre   strahlende   Punkte,   im   wahrsten Sinn   des   Wortes,   setzte   der   Verein   mit Aktionen,    die    einige    von    Allersbergs barocken     Schönheiten     auch     in     der Nacht   weithin   erstrahlen   lassen.   2004,   zum   Jubiläumsjahr   Allersbergs der   750.   Wiederkehr   der   ersten   urkundlichen   Erwähnung   erhielt   der Torturm   als   Wahrzeichen   Allersbergs,   als   Zufahrt   ins   historische   Zentrum und   als   Vereinsdomizil   eine   Anstrahlung   mittels   Scheinwerfer.   Die   Aktion wurde    in    den    folgenden    Jahren    fortgeführt    mit    der    Anstrahlung    der katholischen   Pfarrkirche   „Maria   Himmelfahrt“.   2006   folgte   der   Kirchturm von   der   Westseite   und   2009   wurde   sie   schließlich   auch   von   den   übrigen drei     Himmelsrichtungen     angestrahlt.     Die     historischen     Bauwerke erstrahlen   nunmehr   auch   in   der   Nacht   und   bilden   einen   Anziehungspunkt für Allersberg.                         Wenn   sich   auch   die   Schwerpunkte   im   Vereinsleben   in den   125   Jahren   seines   Bestehens   immer   wieder   etwas verändert   haben.   Der   Verschönerungsverein   mit   all seinen     Facetten     wäre     aus     dem     Leben     in     der Marktgemeinde    nicht    mehr    wegzudenken.    Er    hat einen   festen   Stellenwert,   gehört   zu   den   ältesten   und Mitgliederstärksten    Vereinen    Allersbergs.    Was    der Verein   braucht,   das   ist   das   gleiche   wie   bei   anderen Vereinen:     Nachwuchs.     Die     Verantwortlichen     im Vorstand   wollen   den   Verein   und   auch   den   Vorstand verjüngen,   damit   er   auch   für   die   nächsten   125   Jahre   seinen   festen   Platz haben    kann    und    für    ein    reiches    und    breites    Veranstaltungsleben    in Allersberg   sorgt.   In   all   den   vergangenen   125   Jahren   war   die   Sorge   um Allersberg   und   der   Einsatz   für   Allersberg   im   Vordergrund   gestanden.   Das soll auch in Zukunft so bleiben. Glückauf also für die Zukunft!
"Schwarzer Adler" Heimatspiele 1989 75. Geburtstag Schmid 1975 (vl. W.Bittner, J.Schmid, E.Leitner Zimmernachweis 1975 Gründungsurkunde von 1889 Maskenschnitzer Gerorg Braun Christkind mit Willy Bittner Weihnachtsbeleuchtung Hobbykreis 1986 G. Fischer 1990 Glückshafen 1987 Krippenbau 2003 Vorstand 1989 H. Lehmann u. J. Schöll 1993 Torturm, Wahrzeichen von Allersberg Torturmkabarett Osterbrunnen Kunstmeile Kirchturmbeleuchtung
Kultur- und Verschönerungsverein Allersberg e.V.